Fette bestehen aus Glyzerin und drei Fettsäuren. Man unterteilt die Fettsäuren nach ihrer Länge - kurz-, mittel- und langkettig - sowie nach der Anzahl ihrer Wasserstoffatome:
Der überwiegende Anteil der mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist essenziell, das heißt, der Körper kann sie nicht selbst bilden, sondern muss sie aus der Nahrung beziehen.
Fleisch, Eier und Milchprodukte liefern die gesättigten Fettsäuren. Einfach ungesättigte Fettsäuren stecken z. B. in Olivenöl und mehrfach ungesättigte unter anderem in Sonnenblumen-, Distel-, Maiskeimöl und fettem Fisch.
15 Prozent des männlichen und 20 Prozent des weiblichen Körpers bestehen aus Fett. Die Hälfte davon lagert unter der Haut und gleicht Temperaturschwankungen aus. Es umkleidet unsere inneren Organe und schützt sie. Es transportiert fettlösliche Vitamine (A, D, E und K) und die unentbehrlichen essenziellen Fettsäuren durch die Darmwand in den Blutkreislauf. Außerdem unterstützt Fett den Geschmack aller Speisen, da es viele Aromastoffe erst zur Geltung bringt.
Ernährungswissenschaftler betrachten einen Fettanteil an der Nahrung von 30 Prozent als ideal.
Unterversorgung
Ein Mangel an mehrfach ungesättigten Fettsäuren führt zu Hauterkrankungen, Fortpflanzungsstörungen, Organveränderungen und Störungen im Wasserhaushalt. Würde man sich völlig fettfrei ernähren, müsste man sterben.
Überdosierung
Fett ist der effektivste Dickmacher. Ein Gramm Fett liefert 9,3 Kalorien - mehr als doppelt so viel wie Kohlenhydrate und Eiweiß. Statt des empfohlenen 30 Prozentanteils von Fett an der täglichen Energieaufnahme, verzehren die Deutschen im Schnitt 40 Prozent und mehr.
Die Folge: Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose und Krebs.
Quelle: www.focus.de

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