Eiweiße bzw. Proteine sind chemische Verbindungen aus Kohlen-, Wasser-, Sauer- und Stickstoff. Der Organismus zerlegt das Nahrungseiweiß in seine Bestandteile - die Aminosäuren. Aus ihnen bildet er das körperliche Eiweiß, für das er 22 verschiedene Aminosäuren benötigt. Die Mehrzahl kann er selbst herstellen, neun davon muss er regelmäßig über die Nahrung zuführen. Dies sind die essenziellen Aminosäuren, die lebenswichtig sind. Nur wenn wir sie regelmäßig zu uns nehmen, bleiben wir gesund und leistungsfähig.
Pflanzliches Eiweiß liefern Getreide, Soja, Hülsenfrüchte. Tierisches Eiweiß steckt in Fleisch, Eiern, Molkereiprodukten und Fisch. Auch Vegetarier können ihren Bedarf an essenziellen Aminosäuren decken, eine rein pflanzliche Eiweißversorgung setzt jedoch differenzierte Kenntnisse und viel Disziplin voraus. Einfacher ist es, in die pflanzliche Nahrung Milchprodukte zu integrieren.
Protein ist der unentbehrliche Bau- und Reparaturstoff unserer Zellen des Gehirns, in sämtlichen Organen, Muskeln, im Blut, den Knochen, Zähnen und Haaren. 22 Aminosäuren kombinieren sich zu Tausenden verschiedener Proteine, die als Enzyme, Transport-, Farbstoffe oder Hormone eine Vielzahl von Aufgaben in unserem Organismus übernehmen. Als Energiequelle setzt der Körper Eiweiß erst ein, wenn er die Kohlenhydrat- und Fettspeicher aufgebraucht hat.
Empfehlenswert sind 0,8 g pro Kilogramm Körpergewicht, das entspricht zirka 12 bis 15 Prozent der täglichen Nährstoffmenge.
Unterversorgung
Durch eine proteinarme Ernährung lässt die körperliche und geistige Leistungsbereitschaft nach, die Widerstandskraft gegenüber Infektionen sinkt, die Fruchtbarkeit geht zurück, Alterungsprozesse beschleunigen sich.
Überdosierung
Ein Überangebot an Protein strapaziert Nieren und Leber, bringt den Kalziumhaushalt des Körpers durcheinander.
Quelle: www.focus.de

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